Starke Vereine in Rottenburg

 

Kontaktdaten

Name: Engagement braucht Leadership – Starke Vereine in Rottenburg

Standort: Rottenburg am Neckar

Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerengagement

Marktplatz 24

72108 Rottenburg

Email: buergerengagement(at)rottenburg(dot)de

Telefon: 07472/165-407

 


 

Kurzbeschreibung

  • Die Bischofsstadt Rottenburg am Neckar ist idyllisch gelegen zwischen Schwarzwald und schwäbischer Alb. Die circa 42.400 Einwohner sind auf 17 Ortsteile verteilt.

  • Rottenburg hat mit 400 örtlichen Vereinen ein sehr großes Potenzial bürgerlicher Beteiligung. Was diese Vereine erreichen und leisten, ist enorm: Vom Landestreffen der Narrenzünfte über die Heimattage und Mission Olympic bis hin zu Projekten, die Teil der Stadtentwicklung sind

  • Bei der Durchführung einer Fragebogenaktion im Frühjahr ergaben sich unter anderem folgende Unterstützungs- und Qualifizierungsbedarfe bei Vereinen: Öffentlichkeitsarbeit, Hilfe bei der Besetzung von Vorstandsposten, Gewinnung neuer Mitglieder.

  • Für das Förderprogramm der Robert-Bosch-Stiftung „Engagement braucht Leadership“ hat sich die Rottenburger Projektgruppe „Starke Vereine in Rottenburg“ beworben.

  • Sie besteht aus einer bunten Mischung von kleinen und großen, „traditionellen“ und „neueren“ Vereinen und sie repräsentieren viele Bereiche der kommunalen Vereinskultur: Das Brauchtum, Soziales, Sport, Kultur.

  • Das Engagement der beteiligten Vereine bietet sich an, gemeinsam das Programm „Engagement braucht Leadership“ in Rottenburg zum Erfolg zu führen.



 

Partner

  • Lebenshilfe Rottenburg e.V. (Projektträger)

  • Skiclub Rottenburg am Neckar 1966 e.V.

  • Narrenzunft Rottenburg e.V.

  • Verein zur Steigerung der Lebensfreude e.V.

  • Unterstützt von Stadt Rottenburg am Neckar




Angebote

  • Am 15. Januar 2014 fand mit Oberbürgermeister Stephan Neher eine große Auftaktveranstaltung zum Projekt für alle Rottenburger Vereine und Interessierten in der Rottenburger Zehntscheuer statt.

  • Für alle Rottenburger Vereine wurde das „Fortbildungsprogramm Starke Vereine in Rottenburg“ entwickelt, das auf die aktuellen Herausforderungen der Vereine zugeschnitten wurde. Das Programm umfasst fünf Module, die von Februar bis Juli 2016 durchgeführt wurden:

    • Modul 1, die Zukunftswerkstatt, gibt eine erste Standortbestimmung und zeigt auf, wohin sich der Verein entwickeln will.
    • Darauf aufbauend können sich die Vereine gezielt den weiteren Themen widmen, z.B. um Struktur und Mitglieder, Projektmanagement als übergreifendes Thema für Veranstaltungen im Verein aber auch für die eigenen internen Veränderungsprozesse, das Vereinsprogramm, oder wie kann ich für meine Vorhaben Fördermittel einwerben. Näheres siehe in der Abbildung unten. Die Fortbildungsveranstaltungen werden am „Vereinsmittwoch“ mit einem kostenlosen Coaching-Angebot der Referenten aus den Modulen begleitet.

  • Für die eigene Organisationsentwicklung führte jeder der vier Vereine der Projektgruppe interne Workshops durch, bei denen die aktuellen Fragestellungen des Vereins angegangen wurden. Auch diese Veranstaltungen wurden je nach Bedarf mit Coachings flankiert.

  • Dabei gab es begeisterte Reaktionen, dass man sich mit so einem Klausurtag und Coaching viele mühsame Sitzungen sparen könne.

  • Außerdem fand eine Beratungsreihe zum Thema „Social Media“ für die Vereine der Projektgruppe statt. Wie müssen Vereine ihre Kommunikationsformen überdenken, um ihre Mitglieder zu erreichen und neue Mitglieder werben zu können. Darüber hinaus war hier auch die Frage, wie die Vernetzung der Vereine unter einander über diese Medien gestärkt werden könnte.

    Um das Ziel der Vernetzung von Vereinen voran zu bringen, wurde noch einmal gezielt befragt, wie die Kommunikation in den Vereinen läuft und wie die Wünsche bezüglich einer digitalen Vernetzung zwischen den Vereinen, einem „Rottenburger Vereinsnetzwerk“ konkret aussehen. Ergebnis ist ein von einer Fachfrau erstelltes Konzept für eine Online-Plattform. Die Umsetzung dieser Plattform ist nicht Teil des Förderprogramms.


  • Am 1.10.2016 mündet das gesamte Projekt in eine große Abschlussveranstaltung in der Rottenburger Zehntscheuer. Neben Rück- und Ausblick im Projekt gibt es aktive Vernetzungsmöglichkeiten bei einer Vereinsbörse. Die Tübinger Theatersportgruppe „Harlekin“ greift das Thema „Vereine“ und Vernetzung in Ihrem Improvisationstheater auf.

  • Öffentlichkeitsarbeit läuft begleitend zu allen Maßnahmen über das städtische Mitteilungsblatt, die Zeitung, Emailverteiler, Flyer und direkte Anschreiben an die Vereine.

     


 

Ziele für die lokale Vereinsarbeit

Ziel ist es, die Qualifikation von Vereinsmitgliedern zu verbessern, die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und dadurch die Motivation, sich zu beteiligen, zu erhöhen. Die Qualifikation soll alle Bereiche der Vereinsarbeit betreffen, vom rechtlichen und organisatorischen Know-How über die Verbesserung von Prozessen innerhalb von Organisationen bis hin zu den Soft-Skills, wie Kommunikation und Präsentation.

Darüber hinaus soll zur Verbesserung der Kommunikation im Verein, der Vereine untereinander und zwischen Ehrenamt und Bürgerschaft ein Vereinsnetzwerk aufgebaut werden. Zentrale Veranstaltung dieses Netzwerks könnte eine Vereinsbörse („Leistungsschau“) der örtlichen Vereine sein mit angeschlossenem Erfahrungsaustausch zum Ehrenamt, mit Fachvorträgen z.B. Fundraising oder Mitgliedergewinnung, Einblick in die Vorstandsarbeit (z.B. Welt-Café, Impulsvorträge, etc.). Bei einer solchen Vereinsbörse hätten alle Vereine die Gelegenheit, sich neuen Zielgruppen zu öffnen.

Vorstellbar wäre ein mehrjähriger Turnus der Veranstaltung, wobei jeweils ein zentrales Thema für die Konferenz (Workshops und Seminare) festgelegt wird.

Wenn die Rottenburger Vereinslandschaft von diesem Projekt und den geplanten Maßnahmen erfährt, rechnen wir mit einer größeren Nachfrage über die beteiligten Vereine hinaus. Im Sinne des Netzwerkgedankens ist dies erwünscht und wird deshalb in der Planung der Maßnahmen inhaltlich und finanziell berücksichtigt.

Messbar wird der Erfolg der Maßnahmen mittelfristig durch

  • Steigende Mitgliederzahlen

  • Höhere und besser qualifizierte Beteiligung, ansprechendes Qualifizierungsangebot

  • Dadurch erreichte höhere Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen

  • Eine stärkere Arbeitsteilung (Aufteilung von „Dauerjobs“ in temporäre Aufgaben, höhere Delegationsmöglichkeit, Arbeitsgruppen)

  • Ein Rückgang von kritischen Situationen (z.B. nicht erfüllte Ämter und Aufgaben) durch internes Beschwerdemanagement und Mediations-Know-How.